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KFZ: Kosten-Nutzen Rechnung eines Elektrofahrzeuges

Verantwortlicher Autor: M.F. Karl Wien, 27.04.2019, 17:35 Uhr
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Wien [ENA] E-Fahrzeug vs. Brennstoffantrieb (Benzin). Die Anschaffung eines KFZ ist oft mit erheblichen Kosten verbunden. Abgesehen vom Kaufpreis des Fahrzeuges kommen laufende Kosten auf die Besitzer zu. Diese wären unter anderem, Kraftfahrzeugversicherung, motorbezogene Versicherungssteuer, eventuell anfallende Leasingkosten und nicht zu vergessen die Treisbstoffkosten beziehungsweise Stromkosten bei Elektrofahrzeugen.

Elektrofahrzeuge haben die Möglichkeit auf Förderung. Diese umfasst einen „E-Mobilitätsbonus“ der Fahrzeugimporteure beim Ankauf des Fahrzeugs, welcher unabhängig von etwaigen zusätzlichen Nachlässen von Fahrzeugimporteuren gewährt wird sowie einen „E-Mobilitätsbonus“ des Bundes aus Mitteln des BMNT und bmvit. Gefördert werden ausschließlich Privatpersonen, d.h. die private Nutzung des geförderten Elektro-Fahrzeuges muss gewährleistet sein. Die Förderung wird im Ausmaß von Netto EUR 375 bis 1500 in der Regel gewährt. Die motorbezogene Versicherungssteuer entfällt für Vollelektrofahrzeuge.

Leider rechnet sich ein Elektrofahrzeug nicht für jedermann. Vor allem die Anschaffungskosten sind erheblich teurer als jene Kosten für ein Diesel/Benzin Fahrzeug. Auch die Reichweite ist im Moment noch sehr begrenzt. Des Weiteren wird an öffentlichen Elektrozapfsäulen nach Ladezeit und nicht nach Stromverbrauch abgerechnet um die Zapfsäule möglichst schnell wieder frei zu bekommen.

Anhand des Kia Niro PEHV welcher eine Mischvariante von Benzin und Elektroantrieb ist, steht der Vorteil der umweltfreundlichen Alternative in keiner Relation. Dieses Fahrzeug hat eine reine Elektroreichweite von angegeben 55km. Die Ladezeit an der Elektrozapfsäule beträgt 2 1/2 Stunden bei Nutzung des 11kW Anschlusses. Dieser kostet pro Stunde 2 Euro. Weiters kann auch die Ladeleistung von 11kW nicht ausgeschöpft weden da das Fahrzug nur 3,8 kW Ladung zulässt. Zwar besteht die Möglichkeit das Fahrzeug auch über den normalen Schuko Stecker zu laden, doch hier erhöht sich die Ladezeit auf über 4 Stunden für 55km Reichweite. Eine Ladung an der 11kW Säule kostet demnach 5-6 Euro.

Um 6 Euro bekommt man 5L Sprit an der Tankstelle (mit 1,20 EUR) gerechnet. Das Fahrzeug verbraucht im Benzin Fahrbetrieb 4,5L. Dies bedeutet man kommt über 100km weit für 6 Euro. Tankt man Strom um 6 Euro schafft man vielleicht 55km, eher weniger. Ein vergleichbares Benzin Fahrzeug kostet rund 8000 EUR weniger. Sprit um 8000 EUR wären 6666 Liter (mit 1,20 EUR) gerechnet, was einer Reichweite von 148.133km entspricht. Abgesehen von den weit aus höheren Anschaffungskosten steht die elektro Nutzung in keiner Relation wenn man auf öffentliches Laden angewiesen ist.

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