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Die Tafel „Madonna mit Kind und Blume“ von Leonardo

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom, 13.05.2019, 11:30 Uhr
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Rom [ENA] Die Tafel „Madonna mit Kind und Blume“ von Leonardo Da Vinci, einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten, kehrt zum 500. Todestag des Künstlers für zwei Monate nach Italien zurück. Das Gemälde, dessen Herstellung zwischen 1478 und 1480 datiert ist, wird in der Eremitage in St. Petersburg ausgestellt. Das Gemälde wird vom 1. bis 30. Juni in der Pinacoteca Civica in Fabriano, Stadt der italienischen

Provinz Ancona, Marken, und dann für einen weiteren Monat in Perugia ausgestellt. Als mögliche Vorarbeiten gelten die Zeichnungen „Madonna bietet dem Kind eine Fruchtschale“ im Louvre in Paris und „Die Madonna mit dem Kinde, das eine Katze umarmt“ im British Museum in London. Das Gemälde, ist auch als als „Madonna Benois“ nach ihrem letzten Vorbesitzer allgemein bezeichnet. Die „Madonna Benois“ gilt als möglicher Kandidat für eines der beiden Bilder, die Leonardo 1478 in einer Notiz genannt hat ( „…mber 1478 begann ich die beiden Bildnisse der Jungfrauen Maria“).

Anerkannt wurde dieses Bild 1909, als es ohne Zuschreibung an einen bestimmten Künstler auf einer Ausstellung mit Meisterstücken aus russischem Privatbesitz in St. Petersburg gezeigt wurde. Veranstalter der Ausstellung war das Magazin „Starye Gody“ (Die frühen Jahre). Dort wurde die Tafel von Baron Ernst von Liphart, Archivar aller kaiserlich russischen Museen, gefunden, der sie noch im gleichen Jahr als eine persönliche Arbeit des Leonardo da Vinci publizierte. Trotz einiger kleinerer Unvollkommenheiten – das leere Fenster im Hintergrund, die hohe, fast glatzenartige Stirn, der faltige Hals oder die nur schwach angelegten, kaum sichtbaren Zähne – es moglich ist diese nur darauf begründen dass das Bild nicht ganz vollendet wurde, aber

fand die Zuschreibung allgemeine Anerkennung. Das Bild kam möglicherweise schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Russland, wo es bereits 1824 von seinem alten Bildträger, einer Holztafel, gelöst und auf Leinwand übertragen wurde. Nacheinander befand es sich in den Sammlungen der Generäle Korsakow und Kurakin, bevor es in den Besitz der russischen Gattin des französischstämmigen Malers Léon Benois überging. Von ihr erhielt es 1914 der russische Zar Nikolaus II. für die Eremitage zu einem Preis von rund 1,5 Millionen US-Dollar. Damit war es das bis dahin am teuersten verkaufte Gemälde.

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