Freitag, 19.10.2018 21:45 Uhr

EU-VORSITZ: BEI "HORIZON EUROPE" mehr Mitreden

Verantwortlicher Autor: Amir Taslimi Wien, 19.07.2018, 22:30 Uhr
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Wien [ENA] Die EU-Forschungsminister haben am 17. Juli im Rahmen einer informellen Ratssitzung in Wien die politischen Verhandlungen zum 9. EU-Forschungsprogramm "Horizon Europe" (2021-2027) aufgenommen. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) plädierte am Ende der Sitzung für eine stärkere Einbindung der Mitgliedsländer bei den Detailplanungen zur Umsetzung des Programms, das 100 Mrd. Euro schwer sein soll.

Die Eckpunkte von "Horizon Europe" wurden laut Faßmann bei den heutigen Gesprächen sehr positiv aufgenommen, erklärte der Minister bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Forschungskommissar Carlos Moedas. Die tieferliegenden Fragen, etwa dazu, wer über die Themen in dem Rahmenprogramm entscheidet, das gegenüber seinem Vorgänger "Horizon 2020" ein um 23 Mrd. Euro höheres Budget haben soll, gebe es noch Gesprächsbedarf. Hier zu tragfähigen Lösungen zu kommen, sei "auf europäischer Ebene nicht ganz trivial", sagte Faßmann.

Beim Setzen der konkreten Forschungs- und Innovationsmissionen wünschen sich die EU-Forschungsminister mehr Flexibilität als das seitens der Kommission in der Vergangenheit der Fall war. Auch weil man laut Faßmann anno 2018 einfach nicht sagen könne, welche Forschung und welche Innovationen in den Jahren 2021 bis 2027 tatsächlich gebraucht würden. Moedas zeigte sich dazu durchaus offen. So habe etwa der Ebola-Ausbruch 2014 gezeigt, wie schnell sich Problemlagen verändern können.

Wie auch das derzeit laufende Programm "Horizon 2020" soll auch "Horizon Europe" im Wesentlichen auf drei Säulen aufbauen: Säule I (25,8 Mrd. Euro) widmet sich vor allem der Förderung exzellenter Grundlagenforschung durch den ERC. Im Mittelpunkt von Säule II (52,7 Mrd. Euro) stehen globale Herausforderungen, etwa Gesundheit, Klima oder Lebensmittel, sowie industrielle Wettbewerbsfähigkeit. In Säule III (13,5 Mrd. Euro) wird mit dem "Europäischen Innovationsrat" (EIC) ein neues Förderinstrument geschaffen, das Europa zum Vorreiter bei "marktschaffenden Innovationen" machen soll.

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