Sonntag, 08.11.2026 21:14 Uhr

Neutrinos - Geisterteilchen im Eis

Verantwortlicher Autor: Universität Bonn Bonn, 08.11.2026, 18:14 Uhr
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Bonn [ENA] Neutrinos - Geisterteilchen im Eis. Universität Bonn lädt für 18. November um 18:30 Uhr zu einem Vortrag zum Physik-Nobelpreis 2026 ein. In diesem Dezember erhält der Astrophysiker Francis Halzen den Physik-Nobelpreis 2026 „für entscheidende Beiträge zum Neutrino-Observatorium IceCube und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs“. Aus diesem Anlass lädt die

Physikwerkstatt Rheinland für Mittwoch, 18. November, 18:30 Uhr zu einem allgemeinverständlichen Vortrag in den Wolfgang-Paul-Hörsaal, Kreuzbergweg 28 in Bonn, ein. Es spricht Prof. Herbert Dreiner vom Physikalischen Institut der Universität Bonn. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mit dem diesjährigen Nobelpreis in Physik wird der belgische Wissenschaftler Francis Halzen, der an der US-Universität von Wisconsin in Madison forscht, geehrt. Der Astrophysiker erkannte, dass das Eis am Südpol dazu genutzt werden könnte, Neutrinos aufzuspüren. Diese Teilchen sind extrem schwer nachzuweisen, sie durchdringen die Erde und unseren Körper, ohne dass wir es bemerken.

Das Neutrino-Observatorium IceCube – einen Kubikkilometer Eis, der mit Lichtsensoren ausgestattet ist, kann die geisterhaften Teilchen nachweisen. Mithilfe von IceCube können Forscherinnen und Forscher auch sehr seltene Neutrinos aus extrem energiereichen Prozessen im fernen Universum erfassen. Die Vision und wissenschaftliche Führungsrolle von Francis Halzen waren von grundlegender Bedeutung für das Observatorium und „haben den Weg für eine neue Art der Astronomie geebnet“, so Mark Pearce, Vorsitzender des Nobelkomitees für Physik. In dem allgemeinverständlichen Vortrag “Neutrinos - Geisterteilchen im Eis” erläutert Prof. Herbert Dreiner vom Physikalischen Institut der Universität Bonn,

was es mit der Arbeit des Nobelpreisträgers auf sich hat. Im Anschluss an den Vortrag gibt es ausreichend Zeit für Fragen. - Zur Person - Herbert Dreiner ist theoretischer Teilchenphysiker und forscht seit 2000 als Professor am Physikalischen Institut der Universität Bonn. 1989 promovierte er an der University of Wisconsin in Madison, wo er den diesjährigen Nobelpreisträger Halzen persönlich kennenlernte. Dreiner ist auch Gründer und Leiter der Bonner Physikshow, die seit 2002 Groß und Klein mit unterhaltsamen Experimenten für Physik begeistert.

- Zur Physikwerkstatt Rheinland - Als zdi-Schülerlabor der Universität Bonn vereinigt die Physikwerkstatt eine Vielzahl an Projekten mit dem Ziel, sowohl Schülern und Lehrern als auch der breiten Öffentlichkeit einen Einblick in die aktuelle physikalische Forschung zu geben. Öffentliche Vorträge sind ein wichtiges Programmangebot des Schülerlabors. “zdi” steht für “Zukunft durch Innovation”. Dabei handelt es sich um eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen zur Förderung des Nachwuchses in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Eine Übersicht der bisherigen Veranstaltungen findet man auf www.schuelerlabor.uni-bonn.de.

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